Folge 38: Generationen

Shownotes

In dieser Episode sprechen Shaggy Schwarz und Prof. Dr. Sascha Skorupka über die verschiedenen Generationen und darüber, was sie voneinander unterscheidet. Welche Ereignisse haben Boomer, Generation X, Millennials und Gen Z geprägt? Wie haben sich Arbeit, Alltag, Werte und Kommunikation verändert? Eine Reise durch die Generationen – mit persönlichen Erinnerungen, typischen Klischees, spannenden Unterschieden und der Frage: Was trennt die Generationen eigentlich – und was verbindet sie?

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00:00:00: Science und so.

00:00:01: Wissenschaft küsst Kultur, der Podcast unterstützt von der Hochschule Fulda mit Shaggy Schwarz und Professor Dr.

00:00:08: Sascha Skorupka.

00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Episode von Science und So-Wissenschaft Küsst-Kultur.

00:00:28: Auch heute küssen wir uns nicht aber erst trotzdem bei mir.

00:00:30: Mein Name ist Shaggie Schwarz an meiner Seite Prof.

00:00:33: Dr.Sascha Skorbka.

00:00:34: Hallo Sascha!

00:00:35: Hallo mein Lieber Shaggi.

00:00:37: Was haben wir denn heute für ein Thema?

00:00:39: Wir haben

00:00:39: ein wunderbares Thema mitgebracht.

00:00:40: Da sind wir

00:00:41: eigentlich immer wunderbare Themen, oder?

00:00:43: Ja,

00:00:43: aber das bekommen wir ja immer in den Episoden auf das nächste Thema und es war glaube ich beim letzten Mal auch so... ...wir haben über Generation gesprochen!

00:00:49: Ich weiß nicht mehr wie wir darauf gekommen sind, aber ich fand's total spannend heute, denn ich bin ja gehört zur Generation X und du bist ein Duma,

00:00:56: oder?!

00:00:57: Ich weiß gar nicht genau, dass

00:00:59: ich

00:00:59: gleich raus bin wenn du

00:01:00: geworden bist.

00:01:00: Genau, da werden wir gleich drüber sprechen, das ist nämlich bei mir gar nicht so einfach.

00:01:04: Und genau, wir waren bei Generationen und da meinte ich irgendwie das ist eigentlich ein spannendes Thema.

00:01:10: Zu welcher Generation wir gehören und wie das überhaupt mit diesen Generationen ist?

00:01:14: Genau,

00:01:16: dass man das so ein bisschen einsortiert auch und wir würden heute glaube ich auch nur die Generation mal besprechen, die aktuell auch noch leben.

00:01:23: Ich weiß mir auch nicht so, weil geht man zurück denn vor der Silent-Generation gab es bestimmt auch andere Generationen über die wir heute aber nicht sprechen werden.

00:01:31: lass uns doch damit anfangen.

00:01:33: Zu welcher Generation gehörst du?

00:01:36: Das ist tatsächlich gar nicht so einfach.

00:01:37: Es gibt unterschiedliche Kategorien, es gibt die amerikanische Einteilung zu der ich zu der Generation X gehören würde.

00:01:45: Die ist durch einen Roman tatsächlich populär geworden.

00:01:50: diese Bezeichnung Generation X Der heißt auch Generation X dieser Roman und da ist so die einteilungsgeburtsjahrgänge Und da ich Jahrgang, Nineteinundneinzehntechzig bin würde ich da genau reinpassen.

00:02:06: Aber die deutsche Bezeichnung ist da eher Boomer.

00:02:11: also ich gehöre nach deutscher Einteilung der Generation eigentlich eher zu den Boomern.

00:02:16: Die gehen bis neunzehnneinzigzig, neunzenthundertsebzig.

00:02:20: Das schwimmt so ein bisschen hast du vollkommen gesagt je nachdem wie man die einteilungen auch nimmt.

00:02:25: wir werden auch grob bleiben denn das ist ja auch ein bisschen.

00:02:28: Also das ist ja ein bisschen schwammig gerade in diesen Übergangsjahren.

00:02:31: Lass uns mal bei der Silent Generation anfangen.

00:02:34: Silent Generation, der Begriff stammt aus den USA und meint eine Generation die der häufig Anpassung zur Rückhaltung zugeschrieben worden.

00:02:41: Das sind wenn wir es mit den USA Zeitraum auch nehmen von achtundzwanzig bis viertzig Krieg nach Kriegszeit Erfahrungen wie Fluchtvertreibung Lebensmittelknappheit traditionelle Familienbilder.

00:02:55: also Das ist die Silent Generation.

00:02:57: Sehr viel Tod und Leid auch, weil die als Kriegskinder oder Vorkriegs- oder Kinder, die Menschen je vor dem Krieg geboren wurden in einer Phase wo große Inflation war in Deutschland, wo die Lebenssituation zum Teil sehr schwierig war und dann durch die Machtübernahme der Nazis sich ja nochmal fundamental verändert hat mit den Nazi-Schulen und dieser ganzen politischen Geschichte.

00:03:21: also eine Generation, die sehr viele Leid erlebt hat in jedem Fall

00:03:25: vollkommen richtig.

00:03:26: Und das Spannende auch, in dem Fall haben diese Generation ja auch wirklich einen technologischen Wandel mitgemacht im großen Ausmaß.

00:03:37: Wir fangen eine Zeit an bevor es eigentlich auch wirklich Telefone so wirklich richtig gab.

00:03:44: Da geht's los und was die alles miterlebt haben ist schon verrückt oder?

00:03:47: Ja also ich erzähl meinen Studierenden immer wieder allein was im Haushalt sich verändert hat.

00:03:52: Also Diese Zeit der Anfang letzten Jahrhunderts war so der Beginn der Elektrifizierung der Haushalte.

00:03:58: Das ging in den reichen Haushalten los mit Licht, die erste Anwendung von Strom oder Elektrizität besser gesagt in Haushalten war Licht und das war noch so in der Zeit Roundabout erster Weltkrieg.

00:04:11: Und dann in dieser Zeit zwanziger Jahre Berlin

00:04:14: usw.,

00:04:15: da ging es dann so langsam mit der Elektrifizierung so richtig los.

00:04:18: immer mehr Haushalten konnten sich Strom leisten.

00:04:20: übrigens Damals musste man als Arbeiter für eine Kilowattstunde, die heute dreißig Cent kostet.

00:04:27: Eine Stunde arbeiten.

00:04:29: nur so zum Vergleich wie sich die Strompreise entwickelt haben nicht dass sie jetzt heute sehr niedrig sind aber damals musste man tatsächlich wenn man sich Elektrizität leisten wollte sehr viel Geld dafür ausgeben.

00:04:38: und in den Dreißigern und dann vor allen Dingen in der Nachkriegszeit entwickelte sich Die Haushaltstechnologie enorm weiter.

00:04:47: die Haushalte wurden alle elektrifiziert Und damit einher kamen dann ganz viele Haushaltsgeräte, die für uns völlig selbstverständlich sind.

00:04:55: Kühlschrank zum Beispiel, elektrisches Kochen gab es auch schon in den Nullerjahren also Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:05:03: aber so richtig durchgesetzt hat sich das dann.

00:05:05: ein bisschen später mit der Elektrifizierung brauchst du halt Strom und sehr viel später dann auch Spülmaschinen und solche Sachen.

00:05:11: Aber das ist natürlich fundamental Staubsauger zum Beispiel.

00:05:14: auch Die Leute hatten.

00:05:15: Wenn man sich überlegt, waschmaschine.

00:05:18: Ganz wichtig!

00:05:19: Ich hab die ganze Zeit überlegt welches Gerät hast du vergessen?

00:05:21: Waschmaschinen.

00:05:23: Und wenn man sich wie früher Wäsche gewaschen wurde und wie das dann durch die Erfindung des ersten selbsttätigen Waschmittels... Das war persil steht.

00:05:36: Heißt das Kofferbord?

00:05:37: So ein Wort, dass ich aus zwei Zusammensätze mich per Brurat und per Silikart.

00:05:43: Daraus kommt persil Und das war ein selbsttätiges Waschmittel.

00:05:46: Das wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auf den Markt gebracht und das hat fundamental wirklich das Leben der Menschen verändert, weil es im Haushalt das Leben verändert hat.

00:05:56: Du hast jetzt gerade aber auch zwei Haushaltsgeräte angesprochen die in diesem Zeitraum und auch in der nächsten Generation ja auch eher für die Frau vorgesehen waren.

00:06:04: mit der Staubsaugen in die Maschine muss man leider ehrlich so sagen.

00:06:09: Das Spannende ist ja, wenn man sich Werbung aus dieser Zeit anguckt.

00:06:12: Insbesondere so vierziger, fünftiger, sechziger Jahre, sowohl in Amerika als auch in Deutschland dann werden diese Haushaltsgeräte immer damit beworben dass der Frau damit Arbeit abgenommen wird und die werden noch immer in Verbindung mit Frauen beworfen.

00:06:28: also der Mann ist zwar derjenige der es bezahlt aber Die jene Person die das nutzt ist immer die frau und es hat immer dieses Ja Ich würde mal sagen so dieses Frau am Herdklischee, das ist schon sehr, sehr amüsant.

00:06:41: Es war aber auch tatsächlich so dass damals diese Geräte Auch einen großen Anteil zur Emanzipation beigetragen haben weil sie nämlich tatsächlich dazu geführt haben Dass Frauen in der Hausarbeit massiv entlastet worden sind.

00:06:57: Das muss man ganz klar so sagen denn vorher gerade das Thema Wäsche waschen Heute Waschmaschine aufwäsche rein Wenn sie fertig ist, nimmt man sie raus.

00:07:05: Vielleicht muss man die Wäsche noch aufhängen und

00:07:07: bügeln.".

00:07:07: Aber das waren früher wirklich Aktionen, die gingen zum Teil über Tage des Wäschewaschenes und waren sehr körperlich anstrengend.

00:07:15: Absolut!

00:07:16: Abgesehen von den Haushaltsgegenständen oder andere technische Entwirkungen, die im Stadt gefunden hat – gerade Menschen, die zu Silent Generation gehören – Radio?

00:07:27: Fernsehen?

00:07:28: Farbfernsehen?

00:07:29: Computer?

00:07:31: Fahrfernsehen kam erst später.

00:07:32: Ja,

00:07:32: ich meine die haben das miterlebt in ihrem Leben.

00:07:35: Die Entwicklung

00:07:35: von diesen Sachen.

00:07:36: Fahrfernseher, Computer dann später Internet, Smartphone, KI diese ganze Entwicklung vom Radio was ganz besonders war bis hin also die Menschen die vielleicht schon geboren wurden die sind eine Welt ohne Fernsehen aufgewachsen im Grunde ohne wirklich Fernsehen und können heute mit der KI sprechen.

00:07:51: Also die haben ja wirklich diese Riesenentwicklung auch in ihrem leben mitgemacht und kein Wunder dass man nicht immer mitkommt.

00:07:58: In ganz vielen Bereichen, auch in Mobilität hat sich ja massiv geändert.

00:08:01: Damals waren Pferdekutschen normal und üblich und man ritt irgendwo hin.

00:08:05: Es gab zwar auch schon Fahrräder aber Pferde waren Alltag Und heute sind es Fahrzeuge die zwischendurch dann mit Verbrenner betrieben wurden.

00:08:14: Heute immer mehr elektrisch und Fliegen ist heute völlig normal.

00:08:19: Das ging damals Anfang des letzten Hunderts gerade mal los das Geflogen wurde und Ja dass ist wirklich massiv was sich verändert hat.

00:08:27: Kommen wir zur nächsten Generation, die heißt hier sind die Baby Boomer liegt auch daran dass nach dem Krieg die Geburtenzahlen halt stark angestiegen sind.

00:08:35: Deswegen Baby Booma und Nach dem Kriege geht diese Zeit los und wir haben es gesagt je nachdem wo man das irgendwie einzählt bis Mitte Ende der sechziger Jahre.

00:08:46: Die Baby Boommer haben den Wirtschaftswunder zunehmenden Wohlstand erlebt die Verbreitung des Fernsehens wie du es gesagt hast.

00:08:52: Obwohl Beatmusik auch das ganz ganz wichtige Die Beatles, die Rolling Stones, die Studentenbewegung, die sexuelle Revolution, den Kalten Krieg.

00:09:02: Die Ölkrisen, Friedens- und Anti-Atomkraftbewegungen.

00:09:05: Der gesellschaftliche Wandel war omnipräsent für diese

00:09:08: Generation.".

00:09:09: Ja wobei in Deutschland die Zählung der Boomer erst mit neunzehnhundertfünfundfünftig beginnt um bis neunundsechzig geht.

00:09:16: deswegen gehöre ich gerade noch so zu den Boomern Auch noch dazu die Generationen nach Kriegskinder, das ist für uns auch sehr bedeutsam.

00:09:27: Das ist ja auch nochmal ein großer Unterschied zu den Amerikanern zum Beispiel.

00:09:30: Also diese ganzen Generationenbezeichnungen sind so sehr von der amerikanischen Forschung geprägt soweit ich es recherchiert habe und sie sind natürlich durch den Krieg anders betroffen.

00:09:42: Die haben das natürlich auch miterlebt aber die sind durch den krieg anders Betroffen als wir wo nach fünfundvierzig Jahren Deutschland im Grunde genommen eine Trümmerlandschaft war dann von den vier Mächten aufgeteilt worden ist und dann plötzlich ja ein ganz anderes Leben war.

00:09:58: Das heißt, in Deutschland zählen wir auch noch die Generation der Nachgegskinder von sechsundvierzig bis sechzig dazu.

00:10:04: das überlappt sich alles so ein bisschen.

00:10:05: es ist auch nicht so richtig sauber trennbar teilweise

00:10:09: Ein Motto?

00:10:10: Der Boomer was heute immer noch gern genannt wird erst die Arbeit dann das Vergnügen.

00:10:13: kann man das?

00:10:14: kann man die Boomer aus ein bisschen so beschreiben Die Sicherheit geht vor oder wie würde man das sagen?

00:10:21: Das ist eine gute Frage.

00:10:22: Also die Boomer sind in jedem Fall dadurch geprägt, dass sie aus großer Armut und einem zerstörten Land – naja Sie selber haben das nicht unbedingt gemacht aber Sie haben zumindest erlebt wie sie aus grosser Armut in Trümmern zum Teil groß geworden sind.

00:10:40: und dann erlebt haben wir Wirtschaftswachstum Wohlstand ja dazu geführt haben, dass sich Städte ganz anders entwickelt haben, diese ganzen neuen technischen Errungenschaften Zum Beispiel Haushaltsgeräte, zum Beispiel Unterhaltungselektronik.

00:10:55: Sich dann anschaffen konnte dass man Urlaub machen konnte also aus dieser Generation da geht das ja auch so los.

00:11:00: und dann die späteren Generationen-Urlaub in Italien Der Klassiker wenn man damit seinem Käfer nach Italien gefahren ist zum Urlaub.

00:11:11: Das hat wirklich eine ganze Generation geprägt.

00:11:13: diese Erlebnisse

00:11:14: Was auch diese Generation geplägt hat waren gemeinsame Erlebnisse vor dem Fernsehen beispielsweise, wie man dann auch zusammengekommen ist und vom Fernsehen die großen Sportereignisse.

00:11:24: Die

00:11:25: Fußballweltmeister?

00:11:26: Ja

00:11:26: solche Sachen zusammengeschaut.

00:11:27: Auch ein Radio gemeinsam sich hingesetzt hat und Radio gehört hat.

00:11:30: das kann man sich heutzutage irgendwie gar nicht vorstellen.

00:11:33: Auch wenn wirklich so eine große Unterhaltungsshow beispielsweise im Fernsehen am Samstagabend.

00:11:38: Dann sind wir einen Montags zur Arbeit zusammen gekommen und haben nochmal über diese gemeinsame Show geredet.

00:11:43: Ich weiß, ich kann mich da als Kind dran erinnern.

00:11:45: Ich hab dann in der Schule darüber geredet.

00:11:47: Da gab's dann solche Sendungen wie am laufenden Band mit Rudi Karel oder Einer wird gewinnen oder... Der große Preis, das hieß das glaube ich mit Wim Tölke, das habe ich immer ganz gerne geguckt.

00:11:57: aber eigentlich habe ich nur auf Um und Wendelin gewartet.

00:12:03: Und was gab es denn noch?

00:12:05: Ja, Wetten, das kam ja erst später!

00:12:06: Aber diese großen Abendshows, da kann ich mich auch daran erinneren Damals die Menschen vor die Fernseher gelockt und die guckten dann noch alle.

00:12:15: Und guckte auch alle das Gleiche, konnten dann gerade am Wochenende, wenn sie das geguckt haben, konnten da Motor auch darüber sprechen?

00:12:21: Ja!

00:12:22: Das war eine Ereignisse, das weiß ich noch.

00:12:24: Wir gehen gleich nochmal auf die Unterschiede ein, die Veränderung... Ich würde auch gerne über vielleicht Filme Bücher aus den jeweiligen Generationen sprechen, die die Generation vielleicht auch geprägt hat.

00:12:34: Aber wir lassen Sie erstmal die Generation durchgehen.

00:12:36: Willkommen zur nächsten Generation Die Generation X Die Generation X, wie sie auch genannt wird.

00:12:42: Ja, grob gesagt Mitte Ende der Sechziger bis Anfang der Achtziger so.

00:12:48: Das ist die Generation, also der ich mich auch zähle... ...die Generation in der ja auch viel sich wieder verändert hat eine Generation.

00:12:58: Welcher Jahrgang bist du?

00:12:59: Ich habe mein Jahr schon genommen!

00:13:01: Ich bin sieben und siebzig.

00:13:03: Also typische Dinge aus meiner Kindheit Kassetten dieser diese ich habe auch super viel herrspiel kassetten oder mixtapes der walkman die man dabei hatte selbst noch schallplatten Die vrs.

00:13:12: Kassette.

00:13:13: wir sind gerne in videotheken gegangen haben.

00:13:15: das habe

00:13:16: ich aber auch alles gemacht.

00:13:17: ja du bist Ja auch könnt ihr auch zur x gehören.

00:13:19: Ich könnte ich könnte auch zu x gehörn.

00:13:21: also nach der amerikanischen bezeichnung bin ich ein generation x Nach der deutschen bin ich noch boomer Aber vor allen Dingen nach der Deutschen, die liegt nämlich auch so dazwischen, bin ich Generation Golf.

00:13:32: Die ist für die fünfundsechzig bis fünfundsiebzig geborenen?

00:13:36: Ja!

00:13:37: Ich habe ja sogar eine Videothek gearbeitet also das hab' ich ja auch gemacht.

00:13:40: Ich glaub' Videotheken geliebt und es ist etwas...ja weiß ich nicht was man so ja wahrscheinlich auch nie wieder sehen wird denn gerade diese physischen Medien werden teilweise gar nicht mehr produziert, was ja total schade ist.

00:13:50: Also auch DVD's, Blue Ways, sehr langsam leider am Sterben sind vereinzelt.

00:13:56: Gerade unsere heutige, die neue Generation wollen das gerne wieder haben.

00:13:59: So ein bisschen.

00:14:00: aber diese Sammelleidenschaft von damals oder dieses Besitzen ist durch dieses ganze Streaming Sachen.

00:14:04: auch Spiele gibt es ja eigentlich nur noch als Code den man online runterladen kann.

00:14:08: so

00:14:08: Ja und Das ist tatsächlich etwas was ich sehr bedauere weil wir haben ja schon mehrfach darüber gesprochen.

00:14:13: Ich habe ja sehr viele CDs Und kaufe auch immer noch CDs worüber sich meine Frau immer amüsiert weil sie das völlig an der Chronistisch hält.

00:14:20: Aber dieses Gefühl eine CD zu besitzen Ich spiele die nie ab.

00:14:24: Ich leg den meinen Computer, übertrag das in mein Musikprogramm damit ich das auf meinem Telefon und so weiter überall habe.

00:14:30: also ich hab digitalisiere das sofort.

00:14:32: aber trotzdem ist dieses Gefühl die cd in der Hand zu haben anzugucken es bucklet sich anzugucken Dieses Gesamtkunstwerk zu nehmen Das ist etwas das finde ich schön Es ist ein gefühl darauf möchte ich nicht verzichten.

00:14:43: Und wir haben ja In der folge über Die Veränderung von Musik moderne musik und so auch drüber gesprochen dass dieses konzept Von einem album dieses künstlerische Gesamtkonzept, das Album die Stücke, die Reihenfolge der Stücke.

00:14:57: Das Publet diese ganzen Sachen, das fällt ja völlig weg und das ist tatsächlich sehr schade.

00:15:02: Das vollkommen richtig!

00:15:03: Was aber auch ab und zu mal noch im Straßenbild sieht, anders verwendet wird es in Telefonzellen.

00:15:08: Auch die waren damals überall.

00:15:10: Ich

00:15:10: glaube gar nicht mehr in Deutschland, die sind alle abgebaut worden.

00:15:13: Naja da sind

00:15:13: jetzt immer Bücher drin, die man nehmen kann.

00:15:15: Achso bei uns sind das so Holzschränke wo Bücher drinnen sind?

00:15:18: Diese ganzen Telefonhäuschen in Hannover, ich überlege gerade nicht.

00:15:24: Die sind glaube ich vor Jahren schon alle abgebaut gewesen.

00:15:27: also es gab irgendwann eine Zeitungsmeldung dass die letzte Telefonzelle abgebaut war.

00:15:31: Ich kenne die ja noch alle und ich habe auch telefoniert in den Telefonzenen.

00:15:35: Ich hatte immer Groschen dabei also zehn Fennigstücke und zwei Groschens brauchte man für ein Telefonat und im Ortsgespräch war glaube ich eine Einheit also diese zwei Gröschen irgendwas mit acht Minuten oder so

00:15:50: Sieben, acht Minuten ja so was um den Dreh war.

00:15:52: das konnte man damals telefonieren.

00:15:53: Und wenn ich dann unterwegs war hatte ich meine zwei Kroschen dabei und wenn irgendwas ist musste ich halt anrufen zu Hause.

00:16:00: Ich konnte auch alle wichtigen Telefone man auswendig.

00:16:03: Da konnte man da mal denn man hat ja ein Handy noch nicht.

00:16:06: Wo hat man angerufen?

00:16:07: auf dem Festnetz?

00:16:08: Es gab ja nichts anderes.

00:16:09: es gab dass jetzt ein Telefon für die ganze Familie.

00:16:11: Wenn man ab und zu gab's ja sogar Familien die zwei Telefona hatten die aber auf die gleichen Nummer dann auch gingen Das gab sie auch.

00:16:18: Das hieß damals automatischer Wechselschalter.

00:16:21: Ich bin ja gelernter Fernweilerhandwerker, ich habe ja damals noch analoges Telefonieren gelernt.

00:16:26: Ich war der letzte Jahrgang davon und zwar damals in den in den siebziger Jahren so dass der Boom der Telefone so groß war das die gar nicht mit dem Kabelverlegen hinterher gekommen sind.

00:16:36: und deswegen haben sich dann Familien eine Telefonnummer geteilt und es gab denn diesen automatischen Wechsel-Schalter.

00:16:41: das heißt wer zuerst den Hörer abgehoben hat hatte dann das Amt, also konnte dann wählen und konnte dann telefonieren.

00:16:49: Und wenn dann diese Familien angerufen wurden, dann konnte es eben auch sein dass man die falsche Person erreicht hat weil sie zuerst den Hörer abgenommen hat.

00:16:57: Das heißt man musste dann nochmal anrufen beziehungsweise ich weiß gar nicht mehr ob das ging dass man dann Bescheid gesagt hat.

00:17:04: Dann haben die anderen abgehoben Man selber hat aufgelegt und dann wurde es weiter geschaltet.

00:17:08: Es war so in den Siebzigern eine Technik die dazu beigetragen hat Dass Leute telefonieren konnten.

00:17:13: Lass uns zum Fernsehen kommen, denn wir hatten drei oder hier nachdem wo man gewohnt hat vier Fernsehprogramme die man zu der Zeit empfangen konnte.

00:17:20: ARDZF und die dritten hier nach dem.

00:17:22: Wir hatten sogar fünf

00:17:24: Ja ja sogar fünf sogar.

00:17:25: später kam ihr auch und das hat die tranrischen xi auch mitbekommen dass privatfern sind RTL seit eins und so weiter.

00:17:30: später dann halt noch Pro sieben und so weit und sofort.

00:17:33: Das kam dann und das war auch eine revolution des fernsins.

00:17:36: Ohja aber lass uns doch mal kurz dabei bleiben.

00:17:39: warum drei programma beziehungsweise vier programme oder Fünf Programme.

00:17:44: Die drei Programme war das Westfernsehen, nämlich ARD, ZDF und die dritten Programme, die länderspezifisch waren.

00:17:51: also es gab dann NDR und WDR und SWR... Das gibt's

00:17:54: ja

00:17:56: auch heute noch genau.

00:17:57: Und die machen immer noch ein lokal unterschiedliches Programm ist auf den Dritten immer noch so dass man wobei heute hat man nicht mehr das dritte Programm sondern man kann sich die Sender aussuchen aber man SWR wählen, also Südwestrundfunk oder NDR, Neudeutscher Rundfunk.

00:18:13: Oder WDR, Westdeutscher Runfunk...

00:18:17: Den hessischen Runfung?

00:18:18: Hessischen runfunk gibt es auch noch genau und wahrscheinlich nur weitere die mehr.

00:18:23: MDR, Mitteldeutscha-Runfunk jetzt neu nach der Wende.

00:18:27: Und dann gab es Ostfernsehen nämlich das erste und das zweite Programm was man auch mit dem Farbfernseher nur schwarz-weiß empfangen konnte weil wir hatten im Westen das PAL System was zur Fabterstellung genutzt worden ist.

00:18:41: Übrigens eine Erfindung aus Hannover, das wurde hier von Telefunk in Hannover entwickelt und in der DDR und im gesamten Sowjetraum.

00:18:51: damals war Sekam das System, was die Farbe kodiert hat.

00:18:54: Die Helligkeit wurde gleich kodieren,

00:18:56: d.h.,

00:18:56: man konnte mit einem Westfernseher Sekamsignale empfangen aber nur in schwarz-weiß.

00:19:02: D.h.

00:19:02: das Ostfernsehen war immer Schwarz-Weiß da ich grenznah groß geworden bin.

00:19:07: Ich bin ja geboren nach Wolfsburger mit ein paar Kilometern zur Zonengrenze, die das damals so genießt hatten wir auch Empfang von dem zweiten Programm.

00:19:17: Das heißt, wir konnten DDR-I und DDR II gucken.

00:19:21: Und des Privatfernsehen?

00:19:22: Das hast du auch mitbekommen als es dann gestartet ist.

00:19:24: Warst du relativ viel dabei?

00:19:26: Ja, nee!

00:19:27: Also ich habe das mitbekommen.

00:19:28: aber Privatfernsehen hat damals entweder einen besonderen Empfänger gebraucht oder einen modernen Fernseher, oder Geld gekostet.

00:19:38: Ich weiß es tatsächlich gar nicht mehr genau.

00:19:40: Ich habe zu Hause kein Privatfernsehen gehabt.

00:19:43: Also meine Eltern haben das... wie was?

00:19:46: Ich müsste meine Mutter mal fragen!

00:19:48: Die haben das aus welchen Gründen auch immer noch nicht angeschafft.

00:19:50: also ich hab diese ganzen Serien die in den neunzigern waren, die habe ich alle nur vom Hörensagen gekannt oder mal bei Freunden geguckt

00:19:58: Wo wir beim Fernsehen waren MTV.

00:20:00: Auch das natürlich, auch da veränderte die Popkultur damals.

00:20:04: Das habe ich nie gesehen.

00:20:08: Da hab' ich nie sehen können weil es auf Privat sender lief.

00:20:12: Ich hatte eine traurige Jugend ohne MTV, ohne Viva, ohne RTL.

00:20:19: Das kam alles erst später.

00:20:21: Später habe ich's dann geguckt aber dann hatte ich ja nicht mehr so viel Zeit Fernseh zu gucken.

00:20:24: und dann war's auch... Die ganzen coolen Serien waren dann liefen dann irgendwie nicht mehr

00:20:29: Ja.

00:20:30: Andere prägende Ereignisse, und wir bleiben noch mal bei den Dingen aus der Kindheit... Der C-IV, Komodoro-IV kam auf oder andere Heimcomputers die da haben, das ist ja auch für gerade eine wichtige Phase.

00:20:42: Ich hatte ja kein C-VI, ich hatte ein Schneider-CPC.

00:20:46: Das war ganz cool!

00:20:48: War das ne deutsche Entwicklung?

00:20:51: Weiß' ich gar nicht mehr.

00:20:52: Ich glaube, nee, der war auch von einer amerikanischen Firma aber er ist dann in Deutschland unter dem Namen Schneider, das war damals ne Hyphenmarke.

00:21:00: Haifi und Bürogeräte-Magik gibt es heute nicht mehr.

00:21:02: Und der Schneider CPC hatte einen Z-Achzig Prozessor, der viele Vorteile gegenüber den POSC-Sichtig Null zwei hatte was der in dem C-Fahren Sechzig drin war und das war ein toller Computer.

00:21:14: Den habe ich so als Jugendlicher bekommen und war dann ja einer von denenjenigen die dann damals Computerzeitschriften gekauft haben und Listings abgetippt haben.

00:21:23: also in diesen Zeitschrüften man muss sich... Man muss dazusagen Es gab damals kein Internet also man konnte sich nicht Sachen einfach aus dem internet runterladen sondern.

00:21:32: Man musste zum kiosk gehen sich eine Zeitschrift kaufen und dann listings abtippen.

00:21:37: und listings war eben im programm text.

00:21:40: und hat man dann basic war das.

00:21:43: der schneider hatte ein basic eine basic variante die hieß locomotive basically quasi so ein programmier sparen dialect wenn man das ist.

00:21:51: ein basic war damals, klassische Programmiersprache, die auf ganz vielen Computern lief.

00:21:58: Und dann hat man sich diese Listings abgetippt.

00:22:01: Da habe ich teilweise Stunden gesessen und getippt, getippte... Und dann lief da irgendwas ein Spiel oder sonst irgendwie?

00:22:07: Natürlich hat man es sich vertippt und das lief nicht so stürzte ab.

00:22:11: Das Programm musste alles durchgeguckt werden bis es dann lieft.

00:22:14: Na ja, das war meine Computersozialisierung damals.

00:22:19: Lass uns noch mal zu prägnenden Ereignissen kommen.

00:22:21: wir kommen gleich nochmal auf Unterschiede wie gesagt zu sprechen.

00:22:23: Der kalte Krieg kommt aus der Generation davor noch die Angst vor dem Atomkrieg.

00:22:28: Das vielleicht erwähnen...

00:22:30: Gründung der Grünen?

00:22:31: Die

00:22:31: Grünen, genau!

00:22:32: Deswegen auch.

00:22:33: Wichtige Zeit.

00:22:34: RAF, wichtige Zeit.

00:22:37: Du hattest ja Angst in Deutschland auch.

00:22:39: AIDS kam hoch das nicht zu vergessen.

00:22:41: Janobyl da hatten wir den Atom-Krieg

00:22:44: Naja das war ja nicht Atom Krieg sondern es war ja vor allen Dingen erstmal eine Atomkatastrophe.

00:22:49: und das war etwas was wirklich sehr erschreckend war, weil wir die Russen haben das ja damals nicht besonders offen kommuniziert.

00:22:59: Die Ukraine, Chernobyl liegt ja in der Ukraine.

00:23:02: Das gehörte ja alles damals noch zur Sowjetunion und die Russinnen haben diesen Unfall auch gegenüber der eigenen Bevölkerung massiv runtergespielt und haben erst so mehr so schönen Salami-Taktik nach und nach zugegeben, dass sie da ein Problem haben.

00:23:19: Aber ... Ja, und das Erschreckende war dass das in der westlichen Welt ja dadurch bekannt geworden ist, dass sie glaube ich irgendwo in Skandinavien, ich weiß nicht ob in Finnland oder in Schweden haben Sie plötzlich massive Ausschläge an Radioaktivität gehabt und haben relativ schnell anhand der Nukleotide also der Art und Weise welche Elemente da drin vorkommen.

00:23:49: Und wie die Strahlen herausgefunden, es muss irgendwas aus dem Osten sein.

00:23:52: Also das sind Spaltprodukte, die aus dem und dem Uran.

00:23:56: Und das kommt aber... Das ist eigentlich russisches Uran.

00:23:58: Das heißt es war relativ schnell klar auch durch die Windrichtung und so dass es aus der Sowjetunion kommen muss wo genauer nicht klar.

00:24:06: Die Russen haben's dann erst nach und nach zugegeben.

00:24:07: ich glaube zwei oder drei Tage nach dem Unglück haben sie erst öffentlich bekannt gegeben, dass es ein massives Problem gibt.

00:24:17: Das war auch deshalb schlimm weil man ja schon ganz viel Radioaktivität in der Luft war Und ja, man erst mit Verzögerung Gegenmaßnahmen einleiten konnte oder zumindest die Bevölkerung waren konnte.

00:24:32: Das war alles eher unglücklich wie das gelaufen ist.

00:24:34: Was aber glücklich war auch dass er die Generation mitgemacht der Falle Berlin am Auer Die deutsche Wiedervereinigung das auch eine prägende Phase die auch dann wieder sehr viel verändert hat

00:24:44: Ja da kann ich mich als junger Mann auch noch dran erinnern.

00:24:47: und das Interessante war Ich war Im November neunundachtzig ist ja die Mauer gefallen, ich war neun und achtzig in Berlin.

00:24:54: Das muss April oder so gewesen sein und da hab' ich noch das alte Berlin in der Mauer erlebt.

00:25:02: Und war auch am Grenzübergang... Ich weiß gar nicht ob wir... Das war damals eine Art Klassenfahrt mit meinen Ausbildungskollegen.

00:25:09: also wir haben dann in der Ausbildung so eine Art Klassentfahrt gemacht und da waren wir eben in Berlin und das war schon sehr bemerkenswert.

00:25:17: Auch die Stimmung war bemerkswert weil In den letzten Jahren, in den vergangenen Jahrzehnten, war es so eine Spannung in der Luft.

00:25:27: Das hat man schon gemerkt sehr deutlich und das waren mulmiges Gefühle da in Berlin rumzulaufen.

00:25:34: Kommen wir zur nächsten Generation, den Millennials oder der Generation Y wie sie auch heißt?

00:25:40: Anfang der Achtziger, ein Achtzig bis Mitte Ende der Neunziger berätet auf von Sechsundneinzig.

00:25:48: Das ist auch eine Generation die auch eine technische Reise hinter sich hat.

00:25:51: Die haben ja auf die Kassette noch mit erlebt, die CD MP-III Streaming vom Festnetz über Sandy bis zum Smartphone von Brief über E-Mail über ICQ über MSN über Facebook bisschen zu WhatsApp das haben sie ja mitgemacht von der Videothek zur DVD zu illegalen Downloads Napster

00:26:09: was es da

00:26:09: nicht gab bis hin zum Streaming.

00:26:11: also die haben auch sehr viel mit gemacht aber hier kam das Internet.

00:26:14: Also Sie haben Kinder ohne Internet noch gehabt sind aber inzwischen halt groß zum Großteil auch mit dem Internet aufgewachsen, den Millennials.

00:26:25: Und was ganz interessant ist, hast du gesagt das ICQ MSN und so weiter?

00:26:30: Die haben ja auch schon erlebt dass Technologie einen großen Schub erlebt hat.

00:26:37: plötzlich waren bestimmte Dinge in Napster zum Beispiel und ICQ diese ganzen Sachen und das ist heute völlig out.

00:26:44: also die jungen Leute Wenn ich müsste mal fragen, jetzt im Herbst kommen ja WDDR Semester.

00:26:50: Ob die das überhaupt noch kennen?

00:26:51: Ich vermute mal die meisten werden das gar nicht kennen.

00:26:53: Das heißt selbst diese junge Generation, Generation Y hat erlebt dass eine Technologie plötzlich ganz alltäglich war und wieder weg war auch bemerkenswert.

00:27:04: also man muss gar nicht so alt sein um den.

00:27:09: diese Entwicklung von Technologie zu erleben.

00:27:11: von gibt es nicht.

00:27:12: dann gibt sie plötzlich ist überall da und dann ist sich schon wieder weg

00:27:16: Vollkommen richtig.

00:27:17: Also die haben da auch wirklich einen schnellen Wandel von hin und weg gemacht, das vollkommen richtig!

00:27:22: Regene Ereignisse lassen uns da auch noch mal... Die Wiedervereinigung haben sie ja auch natürlich miterlebt.

00:27:26: Die Nachwendezeit, Nine Eleven der Afghanistaner-Irahrkrieg, die Globalisierung, die Finanzkrise mit der Finanzkrisis eingehend der Euro Einführung Wir haben ja auch noch fänglich mit D-Mark bezahlt.

00:27:39: Das war zwei Tausend Zwei, das habe ich auch miterlebte als Mitdreißiger sozusagen Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Umstellung sehr schwer gefallen ist.

00:27:50: Weil wie gesagt, ich war vierunddreißig damals.

00:27:54: Ich habe also meine gesamte Kindheit Jugend und mein junges Erwachsenenleben mit D-Mark verbracht und dann war plötzlich Euro.

00:28:01: Und ich hab lange, lange Zeit viele Jahre immer den Europreis in einen D-Mark Preis umgerechnet.

00:28:08: Es war ja so Faktor zwei ... Also ein Euro sind ungefähr zwei Mark gewesen damals Und ich habe, wenn ich dann einkaufen gegangen bin immer überlegt was hätte das jetzt eigentlich in D-Mark gekostet um eine Orientierung zu haben.

00:28:21: Ist es jetzt teuer oder ist das preiswert?

00:28:23: Oder wo bin ich da?

00:28:25: Das war sehr spannend mache ich heute nicht mehr.

00:28:28: Ich weiß aber auch gar nicht wann das aufgehört hat.

00:28:31: Es hat lange gedauert das weiß ich.

00:28:32: viele Jahre

00:28:33: Ja haben wir hat glaube jeder noch ein paar jahrelang gemacht und ist noch umgerechnet also nicht vielleicht die ganz jung Aber so aus unserer Generation der generation davor Mit Sicherheit.

00:28:42: Ich kann sein, dass die Generation davor das heute immer noch macht.

00:28:45: Wer weiß das schon?

00:28:45: Weil sie haben ja auch mehr mit der D-Mark gelebt als mit dem Euro.

00:28:49: Ja wobei ich glaube es ist eine Frage der Gewöhnung.

00:28:51: also wenn du... Und ich glaube, es ist egal ob du zehn Jahre oder fünfzig Jahre mit der Demark gelebt hast.

00:28:57: Irgendwann, wenn er dann immer wieder den Euro benutzt gewöhntste dich daran.

00:29:02: Glaub' ich nach einer gewissen Zeit.

00:29:04: aber es ist schon ne völlige Neuorientierung und es ist auch.. Also ich weiß noch nicht wie ich diesen.

00:29:10: Also ich war in das zwanzig Euro oder vierzig Euro.

00:29:13: Man hat ja damals so eine Tüte gekriegt, wo dann Münzen drin waren und Scheine und so wie wir ... Da saß ich an der Mensa da war ich Doktorand und da saßen wir in einer Mensa in Hannover und haben dann diese ... Diese Tütchen uns angesehen und das neue Geld angesehen Und darüber gesprochen, wie das aussieht und so Das weiß ich noch.

00:29:31: Wir saßen oben in der Mensah, das weiß ich auch noch.

00:29:34: Interessant an welche Dinge man sich erinnert.

00:29:36: Ja spannend, ja?

00:29:37: Spannend Interessant vielleicht noch der Aufstieg, den die mit erleden von google von facebook von youtube und so weiter dass.

00:29:44: Der Beginn der smartphone era auch das hat man miterlebt spannt war die Einstellung.

00:29:48: die hatte sich zur generation davor verändert.

00:29:50: zur arbeit man hat sich gefragt nicht mehr was man verdient oder was für eine außenwirkende dieser shop hat sondern warum man diesen shop macht.

00:29:57: also bringt das wars die work life balanced.

00:30:00: gerade solche begriffe wurden geprägt selbst verwirklichung sinn stiftender arbeit Und aus dem Grund übrigens, das heißt ja Generation Y, aber dass dieses Vorspiel Y, also Englisch warum hat damit auch was zu tun.

00:30:13: Daher kommt auch dieses Wortspiel auch die Generationen, die tatsächlich die Arbeit mehr hinterfragt und auch an sich gedacht hat.

00:30:19: Arbeit als nicht mehr als vielleicht Mittelpunkt des Lebens sondern das Leben ist das Mittelpunkt.

00:30:25: Ja wobei man da auch sagen muss in der Wissenschaft ist es so, dass die Unterscheidung der Generationen dort Nicht für nicht so plausibel gehalten wird.

00:30:37: Also dieser Unterschied der verschiedenen Generationen, dass man jetzt sagt zum Beispiel generation by zeichnet sich besonders dadurch aus das ich die Einstellung zur Arbeit massiv geändert hat im Vergleich zu den boomern oder so.

00:30:48: Das lässt sich soweit ich das gelesen habe wohl nicht tatsächlich so trennscharf und so trennstark Aussagen.

00:30:55: also diese zuschreibung du gehörst zu einer generation deswegen hast du gewisse karaktereigenschaften.

00:31:01: dass es in dieser Form, wie das in der Presse ja auch häufig kommuniziert wird so nicht zu halten spielen verschiedene Faktoren eine Rolle die sicherlich auch etwas mit der Generation zu tun haben.

00:31:11: Also Leute die jetzt groß werden werden natürlich mit anderer Technik sozialisiert als Leute die groß geworden sind in den sechziger Jahren also so Leute wie ich zum Beispiel aber die Die Einstellung Zum Leben ist von ganz vielen Faktoren abhängig und natürlich auch von der Persönlichkeit, die man hat.

00:31:32: Deswegen also dieses Generation Y?

00:31:35: das sind die Fragen immer nur warum soll ich das eigentlich machen?

00:31:37: Und es geht mehr um Leben als um so... Das kann man so nicht allgemein sagen.

00:31:45: Dass wir zur nächsten Generation kommen.

00:31:46: Wir vergleichen ja gleich noch willkommen zu Generation Z. Ende der neunzig also ich hab hier von siebenneinzig bis zweitausend zwölf etwa geboren.

00:31:56: wie gesagt das ist verschirmend.

00:31:58: Die kommunikationswege haben sich geändert.

00:32:00: wir nutzen die nutzten whatsapp instagram snapchat tiktok, discord wenn man so will als solche blattformen sind normal bestandteile des lebens.

00:32:08: dass ist eine generation die größtenteils keine erinnerung hat einen welt ohne internet.

00:32:12: die digital natives wie man ja auch sagt quasi mit Ja, die im Grunde

00:32:17: genommen mit Smartphones groß geworden sind.

00:32:19: Also gerade die, die so ab den Nullerjahren großgeworden sind, die sind eigentlich mit Smartphone groß geworden?

00:32:25: Das iPhone kam irgendwas mit... ...Sechs-Jahr-Zwei-Tausend-Siemen-Zweitausend-Achtig weiß ich jetzt gar nicht aus dem Kopf.

00:32:32: So in der Größenordnung kam das auf dem Markt,

00:32:34: d.h.,

00:32:34: wenn du... ...Ninzehundert-Sieben geboren worden bist, bist du als zehnjähriger

00:32:40: bereits... Drehtausend Sieben oder?

00:32:42: Meinst du, du hast ...?

00:32:42: Ja, wenn du

00:32:43: mal seit siebenundneunzig geboren bist.

00:32:45: Ja bis du zwei tausend Sieben also wo das iPhone auf den Markt gekommen ist ja schon mit dieser Technologie in Berührung gekommen und ein paar Jahre später hattest Du das vielleicht auch schon.

00:32:56: Das heißt die sind im Grunde genommen mit überall verfügbaren Internet groß geworden Und einem Gerät wo Du das auch intensiv nutzen kannst

00:33:10: Digital Natives, wie ich es gerade auch gesagt habe.

00:33:12: Es ist ein bisschen so wobei die Generation drauf dann sicherlich noch krasser damit auch umgegangen ist.

00:33:18: Die Generation Z hat sich nicht mehr gefragt hier was läuft heute Abend im Fernsehen?

00:33:22: Ne das gab's nicht mehr.

00:33:23: oder da ist die Frage Was will ich mir jetzt anschauen?

00:33:26: was kann ich jetzt schauen?

00:33:27: alles ist möglich.

00:33:29: Das ist zum Beispiel auch ein ganz interessanter Punkt.

00:33:31: Ich erlebe das mit meiner Tochter Bei uns, ich glaube das trifft für uns beide zu.

00:33:36: Bei uns war es damals so wenn wir etwas gucken wollten wussten wir, Wir mussten um die und die Uhrzeit den Fernseher auf dem Programm einschalten.

00:33:45: Das heißt wir mussten wenn wir draußen gespielt haben pünktlich Zuhause sein.

00:33:48: Wir musten wenn wir zu Hause irgendwie waren pünftig fertig seien und den Fernsehen angucken.

00:33:53: Ich kann mich erinnern, ich weiß nicht ob das bei dir auch so war.

00:33:56: Ich habe damals immer die Fernsehe Zeitung gelesen.

00:33:58: also wir haben regelmäßig Fernseh Zeitungen gekauft Und die kam ja jede Woche raus und da war dann allerlei Berichte und Artikel drin, aber eben auch das Fernsehprogramm.

00:34:09: Das Fernsehnprogramm hat dann unterteilt in die einzelnen Programme, in die Tage und dann konnte man sehen, siebzehn Uhr so und so viel lief dann das und dass und das.

00:34:16: Ich kann mich erinnern, dass ich meine Wochen oder sich jede Woche damit zugebracht habe diese Zeitung zu lesen und anzukreuzen was ich gucken will.

00:34:25: Meistens habe ich es dann wieder vergessen, aber dann habe ich Kreuzchen gemacht und dann wusste ich ah das will ich gucken.

00:34:29: Und dann musste ich da sitzen oder wenn nicht zu spät war hab ich halt was verpasst

00:34:34: Kenne ich auch noch.

00:34:35: so, also ich habe ja auch den Video-Rekord dann später programmiert.

00:34:38: Ja das ist

00:34:38: ja... Gabst du später auch noch diese Timecodes?

00:34:41: Das am Anfang hat man eine Zeit eingeben müssen, später gab es so kurz in der Fernseherzeitung die man eingegeben hat und dann wenn es gerade sowas wie Wetten daß war, wenn er überzogen hatte Thomas Gottschalk, hat das automatisch länger aufgenommen weil die Codes eingegebt waren.

00:34:53: So ein Videorekorder hatten wir nicht!

00:34:54: Ich musste immer die Zeit eingehen und dann haben alle gestöhnt über das komplizierte Programmieren von dem Gerät Und siehst dann damals, naja wer ein Videoregörer programmieren kann der kann auch irgendwie zum Mond fliegen oder so irgendwelche Geschichten.

00:35:08: Das Spannende ist im Vergleich dazu die jetzige Kindergeneration ist da völlig frei von.

00:35:14: also dieses ich kann meiner Tochter jetzt nicht erzählen du musst fertig werden mit dem Aufräumen zb weil gleich beginnt das.

00:35:20: Also dass es eine...das ist einen Zusammenhang der meiner Tochta völlig fremd ist.

00:35:26: Das ist völlig außerhalb ihrer Welt.

00:35:30: Wenn sie sich hinsetzt und was gucken will, guckt sie das?

00:35:34: Wir gucken überhaupt gar kein lineareres Fernsehen mehr.

00:35:36: Wir haben nicht mal mehr Empfang also wir können normales Fernsehen gar nicht mehr empfangen.

00:35:42: Wir können über Internet drauf zugreifen auf die Mediatheken und auf den Livestream aber wir können es gar nicht nochmal empfängen.

00:35:48: Wir habe nur Streamingdienste und wenn wir's gucken wollen schalten wir den Fernseher an und gucken.

00:35:55: dass ist eigentlich total toll.

00:35:57: andererseits Entwickelt meine Tochter jetzt auch schon Verhaltensweisen, die ich von meiner Frau und mir kenne.

00:36:05: Man setzt sich von Fernseher schaltet den Streamingdienst an und überlegt was will ich eigentlich gucken?

00:36:10: Das sitzt man da!

00:36:12: Riesen Auswahl!

00:36:13: Wollen wir das gucken?

00:36:14: Ah ne, da hab' ich keinen Bock drauf.

00:36:15: Dann guck mal, lass uns doch das... Ah nee, wollen wir nicht lieber... So weißt du, kennst du diese

00:36:19: Diskussion?!

00:36:19: Ja klar total, total.

00:36:22: Ich glaube, was ich eingangs auch gesagt habe, die Vergleiche und aber auch die Literatur und Filme in der Generation prägten müssen wir in den nächsten Episode schieben.

00:36:29: Wir haben jetzt schon Überlänge.

00:36:30: Ich glaube das kriegen wir eine ganze Episode voll gerade mit unseren persönlichen Anekdoten denn wir haben noch ein paar Generationen zumindest.

00:36:36: wie sind wir auch bei Generation X nicht fertig?

00:36:38: Generation Z nur nicht fertig.

00:36:40: Machen wir da einfach noch eine zweite Episode würde ich sagen.

00:36:42: Würde ich

00:36:43: auch sagen und dann gucken wir mal auf auf die ganzen Geschichten, die uns in dieser Zeit geprägt haben.

00:36:48: Da fallen wir auch eine Menge ein.

00:36:50: Stimmt!

00:36:50: Wir sind schon echt deutlich drüber.

00:36:54: Lass uns noch mal ein paar prägende Erfahrungen dieser Generation sammeln.

00:37:00: Der Generation Z, die Klimakrise, Fridays for Future, das hat man voll mitbekommen.

00:37:07: Ganz großes Thema, die Corona-Pandemie ist ja mitten in diese Generation gefallen

00:37:15: Und da habe ich bei den Studierenden auch gemerkt, was das für einen massiven Einfluss gehabt hat auf die Entwicklung der Leute.

00:37:26: Auf die Sozialisation zum Beispiel auf das Partygeschehen.

00:37:30: Partys an der Hochschule Fulda vor Corona und jetzt, was es für ein Bruch gegeben hat durch die Pause.

00:37:37: Also das ist schon massiv.

00:37:38: Die

00:37:38: Kriege an Europa, Inflation, wirtschaftliche Unsicherheit Da aufstieg der KI auch jetzt zum Eingang, kriegt man ja jetzt mit und was es alles tut.

00:37:46: Also Generation Z ist eine sehr interessante spannende Generation die... Hat's noch

00:37:51: nicht leicht gehabt?

00:37:52: Ist

00:37:53: immer noch nicht leicht!

00:37:54: Und da haben sie immer noch nie leicht, nein.

00:37:57: Kommen wir doch zur nächsten Generation.

00:37:58: Da gibt´s eigentlich noch zwei Generationen die wir noch nennen müssen, Generation Alpha.

00:38:01: Es geht wieder von vorne los, die Generation A sozusagen Die ersten Kinder die auf die Welt kommen und da ist das Smartphone schon da Voll

00:38:10: digital.

00:38:11: Die sind

00:38:13: absolut digital.

00:38:14: Generationen, die während ihrer Schulzeit ja jetzt auch schon die KI nutzt für Hausaufgaben und solche Sachen.

00:38:21: Das ist gerade auch da ein großer Wandel der da auch insgesamt stattfindet.

00:38:27: Touchscreens, YouTube Streamingdienste, Videotelefonie, Alexa, Siri all das ist normal.

00:38:33: online Unterricht haben sie miterlebt.

00:38:37: Da hat sich meine Alexa gemeldet!

00:38:42: Roblox, Minecraft, Influencer sowas.

00:38:45: Das ist ja auch ein Job geworden den ganz früh aus.

00:38:48: Und

00:38:49: eine ganz interessante Sache die ich auch als Stichwort gefunden habe.

00:38:51: Algorithmisch kuratierte Medien das heißt ihr wird vorgeschlagen was du gucken kannst.

00:38:56: Das sagt nicht mehr deine Eltern oder deine Peer Group oder so sondern ihr sagt einer Automatik Mensch guck mal dass könnte doch interessant für dich sein insbesondere bei den sozialen Medien.

00:39:07: und wir haben jetzt Wenn man so will, dass ab letztem Jahr eine neue Generation die jetzt auf die Welt kommt, die Generation Beta.

00:39:14: Also Generation Beta also die Generation B. Also hier kann man eigentlich von Persönlichkeiten sprechen oder noch nicht von Wander.

00:39:22: Und

00:39:22: man kann eigentlich auch noch nicht sagen was die prägen wird außer vielleicht Dass sie in einer welt groß werden wo KI selbstverständlich ist

00:39:29: ja die KI auf jeden Fall Robotik

00:39:31: und Robotik Ja das kann man mit Sicherheit sagen.

00:39:33: Was

00:39:34: auch kommen würde autonomes fahren Das wird sicherlich auch diese generation miterleben

00:39:39: Stimmt eine völlige.

00:39:40: aber das erlebt wahrscheinlich auch die generation alpha dass dieses klassische Autofahren selber autofahren führerschein machen und sowas hat ja in den generationen davor schon abgenommen.

00:39:50: Das wird wahrscheinlich schon für generation alpha überhaupt nicht mehr nötig sein.

00:39:55: Ja bestimmt auch technologien, die wir jetzt noch nicht kennen die für diese ganz

00:39:59: sicher

00:40:00: werden.

00:40:00: also das ist ja auch ganz ganz sicher.

00:40:02: Was diese generation hoffentlich auch noch hören wird es unseren podcast auch weiterhin.

00:40:07: Den soll es ja auch für diese Generation noch geben.

00:40:08: Wir haben ja noch ein paar Jahre vor uns, wir werden hoffentlich weiter machen damit alle

00:40:12: ... Die Ideen haben wir

00:40:14: jetzt schon.

00:40:15: die Idee für Folge Nummer zwei dieses Podcasts

00:40:19: und so wird die Liste der Ideen, die wir abarbeiten müssen immer länger.

00:40:22: aber das ist ja das Schöne und können wir auch weiterhin einmal im Monat über tolle Sachen sprechen.

00:40:28: Ja da würde ich sagen sind wir jetzt raus?

00:40:30: Für heute!

00:40:31: Die Abschlussworte gehören dir.

00:40:32: du darfst dich bei den Hörern verabschieden.

00:40:35: Schön war es, Shaggy.

00:40:36: Wir konnten schön in Erinnerung schmelgen und mal so vergleichen was ist und wie ist ... Ich freu mich sehr auf die nächste Folge wenn's dann darum geht welche Filme, welche Bücher vielleicht auch welche Musik ganz speziell für die Generationen prägend waren.

00:40:52: In diesem Sinne vielen Dank Und bis zum nächsten Mal.

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